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Geiſtvolles in ihrem ganzen Ausſehen, wodurch das Intereſſe gefeſſelt wurde.
Es war Olga Callenſtjerna. Sie unterhielt ſich mit dem Architekten Kurt Arelhjelm, deſſen ganze Erſcheinung, Art und Weiſe unverändert geblieben war. Unſer Baumeiſter ſchien ſich für ſeine kleine Nachbarin beſonders zu intereſſiren.
Zur Linken von Stephana ſaß der Fabrikherr Lange. Die entſchwundenen ſechs Jahre hatten ſeinem Angeſicht ein noch männlicheres Gepräge verliehen und den Ausdruck von Weichheit, welcher in ſeinen jüngeren Jahren ſich darin zu erkennen gegeben, gänz⸗ lich verwiſcht. Es lag mehr Energie und Kraft in ſeinem Ausſehen; aber auch ein Zug von Strenge, der früher nicht zu entdecken geweſen war.
Er trug ſein Haupt mit ruhiger Würde, aber ohne allen Uebermuth. Die wunderbar ſchönen Augen beſaßen noch ihren ſtrahlenden Ausdruck. Es war Jedem deutlich ſichtbar, daß er einen Mann vor ſich hatte, der das volle Bewußtſein ſeiner Ueberlegen⸗ heit in ſich trug.
„Nun Olga, wann erwarteſt Du Conſtanze da⸗ heim? fragte Stephana.
„Wann?— Ja, wer das wüßte!— Conſtanze ſchrieb in ihrem letzten Briefe: Wann ich komme, iſt gleichgültig, genug, ich komme recht bald. Das war vor vierzehn Tagen,“ antwortete Olga.
„Ich glaube, es ſind nahezu ſechs Jahre, ſeitdem Fräulein Conſtanze Sturesjö verließ?“ fiel Kurt ein.
„Sie reiste im Frühjahr nach ihrem Einzug daſelbſt ab,“ erwiederte Olga kächelnd.


