Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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ihr euch auch ohne Beiſtand weiter finden. Die Sterbende wird deſſelben mehr beduͤrfen.

36.

Alle Straßen und Plätze belebten ſich immer mehr und mehr. Die meiſten Hauſer waren ſchon aufgeſchloſſen. Arthur eilte die Treppe nach Well⸗ moore's Wohnung hinauf. Dieſer ſprang in hef⸗ tigem Zorne aus dem Bette, als er den Verhaß⸗ ten in ſeinem Schlafgemach erblickte. Was wollt ihr von mir? fragte er finſter.

Fuͤr's Erſte nur ſo viel Ruhe antwortete Arthur gelaſſen als zum Leſen dieſes Briefes erfordert wird.

Wirklich that der Brief Wunder. Nach man⸗ chem Laute des Unwillens, welcher der Schreibe⸗ rin galt, reichte er dem Ritter mit herzlich bereuen⸗ der Miene, ſtumm die Hand, und als er ihn zu Ende geleſen hatte, ſchloß er den jungen Mann auf das Innigſte in die Arme. Zum Gluͤck ſprach er iſt noch nichts in der Sache verdor⸗ ben, lieber Vetter. Gott ſey geprieſen, daß er der unvertilgbaren, nur mit groͤßter Muͤhe niederge⸗ haltenen Liebe meiner Tochter zu euch, durch dieſe