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vor dem ſie zuruͤckſchaudern mußte. Wie groß aber auch die Frechheit war, welche mich bei die⸗ ſen ſchändlichen Schritten unterſtuͤtzte, ſo ging ſie doch nicht ſo weit, daß ich euch kuͤnftig noch in die Augen ſehen, daß ich die Guͤte haͤtte ertragen können, mit der mir die Königin, Ritter Well⸗ moore und beſonders die auf das Abſcheulichſte betrogene Blanca uͤberall entgegenkamen. Auch ein gänzliches Zuruͤckziehen zu meinen Verwand⸗ ten hätte mich gewiß nicht ganz vor der Qual dieſer unverdienten Guͤte geſchuͤtzt. Ohnſtreitig wuͤrde man mich bei ihnen und auf dem Lande aufgeſucht haben, wenn ich dahin meine Zuflucht genommen häͤtte. Sogar das Verhaͤltniß mit den Verwandten druͤckte mich gewaltig, weil ihr zuvor
ſo oft in unſerer Geſellſchaft waret, und ihr Da⸗
ſeyn ſchon allein Erinnerungen in meinem Ge⸗ dächtniſſe auffriſchte, von denen ich unmoͤglich Heil erwarten konnte. Hierzu kam noch, daß ich
einer hoͤchſt unwillkommenen Bewerbung um meine
Hand entgegenſehen mußte, durch einen Mann, den von meiner Seite eine Freundlichkeit, die ein⸗ zig den Zweck hatte, euern Wuͤnſchen entgegen zu arbeiten, dazu ermuntert haben mochte.
Waͤhrend man, wie ich zu meiner Freude


