Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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üichſten Waffenſchmucke fuͤr das blutige Feſt, und der Graf von Norfolk ließ ſeinen Waffenbedarf aus den beruͤhmteſten Werkſtätten Deutſchlands herholen. Immer lauter aber murrete das Volk daruͤber, daß ſein Liebling, der Herzog von Here⸗ ford, auf den es die groͤßte Hoffnung ſetzte, ſolch einer elenden Intrigue halber, ihm vielleicht fuͤr immer entriſſen werden koͤnnte, und auch die Her⸗ zoge von Lancaſter und York misbilligten ſo un⸗ verholen des Koͤnigs Einwilligung in dieſen Zwei⸗ kampf, daß die Verſtaͤndigſten derjenigen, welche um ſeine Perſon zu ſeyn pflegten, der Biſchof von York und der Graf von Salisbury, ſich be⸗ rufen fuͤhlten, ihm die Gefahr vorzuſtellen, die ſeine Perſon bedrohe, wenn Hereford im Kampfe umkommen ſollte.

Hierauf nun fragte der Koͤnig, ob ſie fuͤr rathſamer erachteten, das blutige Schauſpiel gar nicht ſtattfinden zu laſſen, und ſtatt deſſen ſeinen Neffen fuͤr immer aus England zu verweiſen. Achſelzuckend aber antworteten ſie, daß dies eben⸗ falls den hoͤchſten Unwillen des Volks erregen wuͤrde, welches vielmehr die Verweiſung des ihm verhaßten Norfolk erwarte, der das koͤnigliche An⸗ ſe⸗