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ſehen durch ſolch eine unziemliche Herausforderung ſo ſchwer verletzt habe.
Da verſammelte denn der König die Groͤß⸗ ten des Reichs um ſeinen Thron, und ließ die beiden Gegner herzuholen und jeden in ein beſon⸗ deres Gemach auf dem Schloſſe bringen. Dann ſendete er den Oberfeldherrn, nebſt vier der Vor⸗ nehmſten an ſie ab, und ließ ihnen ſagen, daß, wie ſehr auch die in ſeinem Beiſeyn von ihnen ausgeſprochenen Worte ſein königliches Misfallen hätten erregen muͤſſen, er dennoch ſeine Vermitt⸗ lung eintreten zu laſſen geneigt ſey. Doch erhei⸗ ſche er von ihnen unbedingten Gehorſam in ſeine Befehle. Als nun beide dieſe Erklärung gethan hatten, ſo lautete ſein Spruch, daß Graf Norfolk fuͤr immer, der Herzog von Hereford aber auf zehn Jahre aus England verwieſen ſeyn ſolle.—
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Ritter Arthurs Herz, von zwiefacher Unruhe, wegen ſeines Herrn und des Ungluͤcks ſeiner Liebe erfullt, ſaß eben im einſamen Gemache halb ſin⸗ nend, halb traͤumend, vor einer Schaar grauen⸗ voller Phantaſiebilder aus ſeinem kuͤnftigen Leben umringt, als der koͤnigliche Verbannungsſpruch
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