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Und nun zogen ſich beide Gegner zuruͤck zu ihrem Gefolge, und es wurden uͤber ſolch einem unerwarteten Zwiſchenſpiele alle Gewohnheiten des Hofes vergeſſen und keine Anordnung, Wein und Zuckerwerk zu reichen, gegeben. Denn der Koͤ⸗ nig verließ die Verſammlung im heftigſten Zorne, und ſchloß ſich in's Nebengemach ein. Bald nach⸗ her aber mußten ſeine Oheime Lancaſter und York zu ihm kommen, und auf ihren Rath wurde der Oberfeldherr herzugeholt und dieſem befohlen, bei⸗ den, dem Herzog von Hereford und Grafen von Norfolk, aufzuerlegen, daß ſie ohne Erlaubniß des Koͤnigs das Reich nicht verlaſſen ſollten.
31.
Der Unwille uͤber dieſen Vorfall war allge⸗ mein und fiel groͤßtentheils auf den König zuruͤck. Man hatte ihn ſogar in Verdacht, daß die ganze Sache auf ſein Anſtiften durch den Grafen Nor⸗ folk herbeigefuͤhrt worden ſey.
Inzwiſchen trafen die beiden Gegner alle Vorbereitungen zu ihrem oͤffentlichen Zweikampfe, der an Pracht und Glanze nie ſeines Gleichen gehabt haben ſollte. Der Herzog von Hereford ſendete zum Herzoge von Mailand nach dem koͤſt⸗


