Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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welche ſie zu Bette brachten, wo ſie fortfuhr, ihrer ruͤckſichtloſen Verzweiflung gaͤnzlich den Zugel zu laſſen.

Durch ihre nur allzubald dem Volke zu Lon⸗ don zugebrachten Reden, erhielt daſſelbe die volle Beſtätigung ſeines Argwohns. Die allgemeine Erbitterung ſtieg daher immer hoͤher, und det Koͤ⸗ nig, zu deſſen Ohr das Alles ebenfalls gelangte, glaubte durchaus kein Geheimniß weiter aus den Umſtänden machen, vielmehr durch offentliche Ver⸗ uͤbung einer ſchon beabſichtigten zweiten Gewalt⸗ that darthun zu muͤſſen, wie gering er die Mei⸗ nung der Menſchen achte. Graf Richard von Arundel, der Oheim der verwitweten Herzogin von Gloceſter, zu gleicher Zeit mit ihrem Gemahle verhaftet, wurde nunmehr aus dem Tower geholt und zu London oͤffentlich enthauptet. Der Koͤnig ſelbſt wohnte der Hinrichtung bei, und der Herzog von Norfolk, Arundels Schwiegerſohn, der auch die Unterſuchung gegen ihn gefuͤhrt hatte, ſcheuete ſich nicht, dem ungluͤcklichen ſelbſt die Augen zu verbinden.

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