Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Fräulein— verſetzte Arthur erhitzt— nur euer Geſchlecht ſichert euch vor der Ahndung ſolch einer Beſchuldigung. Stellt mir aber einen Rit⸗ tersmann an eurer Statt, und ich werde ihn zur Verantwortung ziehn.

Dieſes Verlangen ſoll Gewaͤhrung finden,— erwiederte ſie hohnlachend— ſorget nicht!— Der Ritter von Auvert wird, denke ich, dadurch euch und mich zufrieden ſtellen und vermuthlich auch ſorgen, daß ihr nicht durch argliſtige Ränke, wie heute, ihm Schaden thut. Bis dahin ver⸗ ſchonet mich mit eurer Gegenwart!

Der Gedanke an einen Kampf auf Tod und Leben, der ihm mit einem Helden von ſolch einer koͤrperlichen Ueberlegenheit, wie Auvert, bevorſtand, durchſchauerte den Ritter auf der Heimkehr. Die ziemlich gewiſſe Todesnaͤhe im Augenblicke, wo der Bluͤtenkelch ſeines jungen Lebens im uͤberirdiſchen Sonnenlichte der Liebe ſich erſt vollkommen entfal⸗ tete, mußte wohl mit einem recht tiefen Wehe, ja mit der duͤſterſten Schwermuth ihn uͤberfuͤllen. Aber die Kraft ſeines friſchen Geiſtes befreite ihn bald wieder von dieſen boͤſen Nebeln. Streitet doch— troͤſtete er ſich— Gott ſelber mit dem, der gerechte Sache hat; und wie oft hat nicht