Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Tochter, welche von einem benachbarten Geruͤſte den Kampfplatz uͤberſchaute. Ihre ungewöhnliche Geſichtsblaͤſſe und das bereits in Perlen der Angſt glänzende Auge, zeigte ihm zugleich ihre Beſorgniß und die größte Theilnahme fuͤr den Bedrohten.

Mit der ſtarkſten Gewait ritten ſo eben wie⸗ der die Kampfer ſich entgegen. Einander ſchon nahe, trieb da ploötzlich ein Windſtoß die herab⸗ hangenden Enden des weißen, blitzenden Schleiers von Arthur's Helme weit hervor. Das Roß ſei⸗ nes Gegners ſtutzte, und durch dieſen uͤberaus guͤnſtigen Zufall, welcher des letztern Aufmerkſam⸗ keit theilen mußte, gelang es ihm wirklich, den Rieſenhaften auf den Sand zu werfen. Zwar raffte er ſich ſogleich wieder empor, als muͤſſe er auf der Stelle Rache fordern fuͤr dieſe Schmach. Allein vergebens. In der Wuth uͤber das ihm 3 niemals widerfahrene Misgeſchick, hatte er die

Folge dieſes Falles nicht gefuͤhlt. Seine rechte Hand war ganz ausgerenkt und bereits ſo ver⸗ ſchwollen, daß an Fuͤhrung der Lanze ſich nicht denken ließ.

Zwei andere, ſehr ſtattliche Ritter aus des Grafen von Oſtrevand Gefolge, glaubten den Un⸗ fall an dem Englaͤnder raͤchen zu muͤſſen, und for⸗