Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Ihr laſſet mir unverdiente Huld widerfah⸗ ren, gnaͤdiger Herr ſprach hocherroͤthend das Fraͤulein. Es war unter uns nicht von Her⸗ zen, ſondern vom morgenden Turniere die Rede. Wie haͤtte ich ſolch einem edeln Ritter verweigern moͤgen, dabei meine Farbe zu tragen, warum er mich bat?

Die glatte, kalte Hoͤflichkeit in Katharinens Ton und Miene ſetzte dem forſchenden Scherze des Grafen auf der Stelle ein Ziel, und verletzte zugleich Auverts Herz auf das Empfindlichſte. Aber der an Zaͤrtlichkeit hinſtreifende Blick, mit dem ſie ihm ſpaͤterhin im Voruͤbergehen die Worte zufluͤſterte: Vergeſſet auch nicht, was ihr auf morgen mir angelobtet! verguͤtete ihm Alles wie⸗ der mit Einem Male.

3.

Die ſpaͤte Heimkehr machte, daß, als die⸗ Sonne ſchon hoch am Himmel ſtand, der Schlaf noch das ganze Haus des Herzogs von Hereford feſſelte. Nur in der Wohnung ſeines Vertrauten, Arthurs Oldſon, hatte er laͤngſt ſeine Kraft ver⸗ loren. Den Blick tief verſenkt in den mit Sil⸗ ber reichgeſtickten, von Perlen umſäumten, weißen