Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Schleier in ſeiner Hand, ſchien dem Ritter das Geſicht des Fraͤuleins, uͤber deren blondem Gelock er ihn am Tage zuvor zuruckgeſchlagen geſehen, immer lebendiger vor die Seele zu treten. Die⸗ ſer Tag war ihm der Eintritt in ganz neue, ſeli⸗ gere Zeit geweſen. Sein Leben hatte mit ihm den Anfang einer ſchoͤnern Geſtaltung gewonnen. Schon waͤhrend des Turniers erfuhr er, daß ſie keine Franzoͤſin, ſondern Blanca, die Tochter Ro⸗ berts von Wellmoore war, des Ritters der Gra⸗ fin von St. Paul, welcher dieſe nach Frankreich begleitete, als ſie ihrem Gemahl dahin folgte. Sein durch ihre Reize wie bezaubertes Herz hatte keine Raſt, da er ſie und ihren Vater in der Abendverſammlung vermißte. Es riß ihn hinweg nach Wellmoore's Wohnung, wo er die Rechte ſeiner ziemlich entfernten Verwandtſchaft mit dem Ritter geltend zu machen dachte. Dieſer war hoch erfreut uͤber den Sohn ſeines Waffenbru⸗ ders, welcher, toͤdtlich verwundet in der Schlacht gegen die Schotten, an ſeiner Bruſt den Geiſt aufgegeben hatte. Mit den Geſichtszuͤgen des be⸗ trauerten Freundes, welche in dem Sohne ſo eben verſchoͤnert vor ihm ſtanden, belebte ſich gar manche Erinnerung an die mit dem Vater ge⸗