Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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wenn es euch ſo beliebt, die Farbe dieſer Schleife beim Lanzenbrechen des morgenden Tages. Erra⸗ thet ihr dann den Ritter, mit dem ihr euch nach meinem Wunſche zu meſſen habt, und gelingt es euch, ihn aus dem Sattel zu heben, ſo bleibt euch ein Ring von meiner Hand zum Danke gewiß.

Es lag aber in dieſem Verneinen des Erbe⸗ tenen beinahe eine groͤßere Huld, als in der Ge⸗ waͤhrung. Daher druckte der Ritter die ſchoͤne Hand Katharinens an ſeine Lippen und ſprach: Dame, ich danke euch im Voraus fur ſolch eine hohe Gunſt. Gebe nur Gott, daß ich den rech⸗ ten Mann nicht verfehle!

Euer Scharfſinn, Herr Ritter antwortete Katharine wird euch dabei gute Dienſte leiſten.

Der Graf von Oſtrevand, der ſchon einige Zeit beobachtend in der Nähe geſtanden hatte, trat jetzt hervor.

Laſſet mir euer Herz nicht in London, Herr Fabian! ſprach er laͤchelnd. Wir werden es bald vermuthlich in Friesland noͤthig haben. Solltet ihr aber den Stern, nach deſſen Lichte ihr ſtrebt, unſerer Heimath gewinnen koͤnnen, ſo wuͤrdet ihr euch damit einen neuen Anſpruch auf meine Dank⸗ barkeit erwerben.