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ſtina in einen Kampf mit Sarazenen gerathen) fand er dort das Ende ſeiner Tage, aber ſtatt ſei⸗ nen Leichnam in der heiligſten Erde der Welt öeſtat⸗ ten zu laſſen, befahl er ſeinem Diener, ihn zuruͤck nach England in die Haͤnde des blinden Greiſes zu bringen, der Veranſtaltung treffen ſollte, daß ſeine Gebeine einen Platz erhielten unter demſel⸗ ben Huͤgel, welcher einſt Blanca's Leichnam ge⸗ widmet wuͤrde.
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Noch am Tage vor ihrer langerſehnten, nach manchem Hinderniſſe endlich zur Ausfuͤhrung ge⸗ kommenen Abreiſe nach Frankreich, ihrer geliebten Heimath, beſuchte die junge Witwe des ungluckli⸗ chen Richard, von Niemand als ihrem hochbejahr⸗ ten Oberhofmeiſter begleitet, das Grab, worunter Blanca's und Arthurs bereits vereinte Reſte ſich befanden. Lange ſtand ſie, den einfachen Marmor anſtarrend, der die Namen der Liebenden und ihre Hoffnung auf das jenſeitige Wiederſehen ausſprach. Schluchzend beugte ſich die durch die Truͤbſale der Welt ſo fruͤh ſchon gebleichte Königstochter uber den kalten Denkſtein hin. Da erhob ſich hinter ihr die Stimme eines Mannes, den man zuvor nicht wahrgenommen hatte.


