Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
Einzelbild herunterladen

161

Weine nicht, mein Kind! ſprach der blinde Alte im Pilgerhute. Nach langer Leidensnacht laͤ⸗ chelt dir ja um ſo ſchoͤner die Sonne des irdi⸗ ſchen Gluͤcks bei deinen Verwandten, welche ihre Arme ſchon dir entgegenbreiten. Aber auch dieſe hier bedurfen deiner Thraͤnen nicht. Ihre Pilger⸗ fahrt iſt gluͤcklich beendet. Auch ihnen kann das Verhaͤngniß, das ſich hier ihrem Bunde entgegen⸗ ſtellte, nur zum Heile gereichen. Was haͤtte ihnen Groͤßeres werden koͤnnen auf dieſer Erde als der Tod, da der ſchoͤne Glaube an Gott und Ewig⸗ keit, die Buͤrgſchaft ihres kuͤnftigen Gluckes, ihnen noch die letzten Augenblicke erleuchtete?