Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Voͤlker. Gleich dem, den die Menge unlaͤngſt ver⸗ goͤtterte, hat auch deinen Vater die Leidenſchaft vor der Zeit in die Tiefe geriſſen. Preiſe den Schlum⸗ mernden gluͤcklich, daß er wenigſtens unter der Erde den Frieden fand, den auch Vorſichtigere nim⸗ mer ganz auf ihrer Oberflaͤche erreichen. Seine Liebe zu dem gefallenen Koͤnige war nichts, als ein falſcher Schein, entſprungen aus dem Irr lichte der Leidenſchaft fuͤr eine Unwuͤrdige.

Blanca's Troſtloſigkeit ging allmählig in ſtil⸗ len Schmerz uͤber. Wie ſie nun ſo eine Zeit lang am Huͤgel auf ihren Knieen gelegen hatte und die gefaltet hoch emporgehobenen Haͤnde wieder herab⸗ ſanken, da nahete Oldſon langſam, ihre Hand er⸗ greifend.

Arthur ſprach ſie nicht euch die Schuld unſeres gemeinſchaftlichen Geſchickes. Tragen aber muͤſſet ihr daſſelbe wie ich. Der Leichnam unter dieſem Huͤgel iſt die Klippe, an der unſer Gluͤck ſcheitern muß. Er ſcheidet uns fuͤr das ganze Leben. Wie moͤchte ich ohne Reue die Gattin werden vom Moͤrder meines geliebten Vaters!

Recht, meine Tochter! ſprach der blinde Greis. Du haſt des ſchweren Raͤthſels Sinn getroffen. Ein boͤſer Zufall zerriß euern irdiſchen Verein,