Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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blickte, den neuen Grabhuͤgel aufgefunden und die Verwaiſ'te dahin gefuͤhrt, ſo ſturzte ſie vor ihm nieder, druckte ihr gluhendes Geſicht in die friſche Erde und ſprang dann wieder empor, die Heff⸗ nung des Grabes, als ihr letztes und einziges Heil auf der Welt, begehrend.

Da nahete aber ein Mann, von einem be⸗ nachbarten Huͤgel, wo er bis dahin hinter einem Leichenſteine unbemerkt geſeſſen hatte, und ſprach: Der Tod iſt der heiligſte Schlaf, ſtoͤre ihn nicht!

Und der Ton dieſer Rede riß Blanca's Blick empor aus der Tiefe ihres Schmerzes, nach dem Manne hin, der ſie ausgeſprochen.

Es war der Greis, den ſie einſt mit ihrem Vater und dem Ritter Oldſon am Londoner Steine geſehen hatte.

Alter ſo rief ihr Schmerz ihn an ſchauerlicher als je, treten mit deinem Wiederer⸗ ſcheinen deine fruͤhern Worte vor meine Seele. Du wußteſt von unſerm Schickſale, und doch lie⸗ ßeſt du deine warnende Stimme nicht wieder hörend!

Weil meine Warnungen uch geweſen ſeyn wuͤrden, wie damals. Die Leidenſchaften verwirren die Schickſale der Einzelnen, wie der