Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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fuͤr ausgeſoͤhnt betrachteten mit ihm, und ihm ihre herzliche Verzeihung nachſendeten.

Auch Arthur fuͤhlte ſich, als der geringe Trauerzug des vor Kurzem noch ſo gewaltigen Koͤnigs bei ſeiner Wohnung voruͤberkam, dem Leichname nachgetrieben, um bei der ſo vollig ver ſunkenen Groͤße, der Nichtigkeit alles Irdiſchen recht lebhaft zu gedenken.

Auf das Etſchutterndſte trat ſie ihm in's Licht an dem Orte, wo man jetzt mit der Leiche anhielt, um ſolche zwei Stunden lang, jedem der danach begehrte, zur Schau zu geben. Ihr bleiches, auf ſchwarzem Kopfkiſſen ruhendes Haupt, durch Fackelſchein geroͤthet, hatte offenbar den Umſtehen⸗ den ebenfalls die Blaͤſſe und Stille der Leiche mitgetheilt. Nur ein einziges Mal wurde letztere mit Ungeſtuͤm unterbrochen. Als naͤmlich ein wil⸗ der Matroſe heranſtuͤrmte und unberuͤhrt von dem wahrhaft Herzzerſchneidenden des Auftritts in die graͤßlichſten Fluͤche gegen den Abgeſchiedenen aus⸗ brach, da wurde der Unwille Mehrerer, in den tiefen Sinn dieſes Trauerſpiels Verſunkenen, zu einer Furienwuth, welche, bevor noch die Conſtab⸗ ler ihr Einhalt thun konnten, den Fuͤhlloſen erfaßte und mit grimmigen Fauſtſchlaͤgen hinwegjagte.