Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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lig hergeſtellt, wieder zu ſehen. Ihre beſondere Genugthuung druͤckte ſie daruͤber aus, daß Koͤnig Heinrich Alles gethan hatte, um der jungen Toch⸗ ter von Frankreich die geſtoͤrten Verhaͤltniſſe wenig⸗ ſtens ſo angenehm als moͤglich zu machen. Nur Eine Beſorgniß quälte Blancen, und das war das Gefährliche der Lage ihres Vaters. Aus ſicherer Quelle wollte ſie wiſſen, daß ſeine unwuͤrdige Gemahlin, mißvergnuͤgt wegen des Koͤnigs Ri⸗ chard nunmehriger Beſchraͤnkung, welche auf ihren Hochmuth und auf ihre Habſucht allerdings gleich nachtheilig zuruͤckwirken moͤchte, ihre ganze Ueber⸗ redung anwendete, ihn zur Reue uͤber ſeinen Ent— ſchluß der Thronabtretung zu bewegen. Wie ſein boͤſer Daͤmon ſuche ſie den gefangenen Koͤnig im⸗ mer zur Unzufriedenheit mit ſeiner jetzigen Lage zu verleiten und ſolle ſeine mehrmalige Aeuſſerung, daß er ſich darin recht wohl befinde, da ſeine Ta⸗ fel und uͤbrige Lebensgewohnheit keinen weſentli⸗ chen Abbruch erlitten, ihm auf die ungeziemendſte Weiſe verwieſen haben. Blanca achtete die Ent⸗ fernung dieſer Frau vom Koͤnige Richard fuͤr das Rathſamſte, weil durch ſie ohne Zweifel noch ir⸗ gend ein Unheil angeſtiftet wuͤrde, und ihr be⸗ dauernswerther Vater, wegen ſeiner ſklaviſchen

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