Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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welcher es nahm und ſodann dem Erzbiſchof von Canterbury uͤbergab.

Dann ergriff Koͤnig Richard die Krone auf ſeinem Haupte, mit beiden Haͤnden und ſprach: Lieber Vetter Heinrich, Herzog von Lancaſter, nehmt dieſen Hauptſchmuck, welcher mir den Na⸗ men eines Koͤnigs von England erwarb, und zu⸗ gleich alle damit verbundenen Rechte.

Der Herzog von Lancaſter ergriff hierauf die Krone ebenfalls, um ſie in die Hand jenes Erzbi⸗ ſchofs niederzulegen.

Waͤhrend dieſe Verhandlungen aufgezeichnet und gerichtlich beglaubiget wurden, blickte Koͤnig Richards Auge wie fragend umher in der ganzen Verſammlung, ob nicht diejenigen darunter, von deren beſonderer Anhaͤnglichkeit an ſeine Perſon er uͤberzeugt war, die Erſchuͤtterung, welche die ſo eben in ſich ſelbſt zuſammenſinkende Koͤnigsgroͤße hervorgebracht, zu ſeinem Vortheile benutzen moͤch⸗ ten. Umſonſt. Und offenbar weit betrubter als er gekommen, ging er hinweg und der Ruf: Lange lebe Heinrich von Lancaſter, unſer kuͤnftiger König und Herr! ertoͤnte bald zu vollſtimmig, als daß er den vom Throne Heruntergeſtiegenen nicht bis in die entfernteſten Gaͤnge auf ſeiner Ruͤckkehr hatte ver⸗