Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Und nach wechſelſeitigen Freundſchaftsverſiche⸗ rungen und dem genehmigten Antrage des Koͤnigs, ſeine junge Gemahlin baldmoͤglichſt an den fran⸗ zoͤſiſchen Hof zuruͤckzuſenden, ſchied der Herzog von Richard, welcher ſeit langer Zeit nicht ſo froh und heiter geſchienen hatte.

Aber Frau von Wellmoore, die den gefange⸗ nen Koͤnig am folgenden Morgen beſuchte, und von dem Vorfalle hoͤrte, wußte ihm die mit dieſer Thronentſagung verbundene Gefahr fuͤr ſeine Per⸗ ſon ſo anſchaulich zu machen, daß er die Unmoͤg⸗ lichkeit der Zuruͤcknahme der Sache auſſerordent— lich beklagte. Da rieth ihm denn die ſchoͤne Frau, wenigſtens darauf zu beſtehen, daß ſeine Abdankung die moͤglichſte offentliche Feierlichkeit erhalte. Sie lebte naͤmlich der feſten Ueberzeugung, daß der ruͤhrende Auftritt auch einen großen Theil der Herzen ſeiner Widerſacher ihm wieder zuneigen und ſo der Sache eine Wendung geben werde, welche die Gegenparthei gewiß nicht gefuͤrchtet haͤtte. Die Wärme ihrer Beredſamkeit wußte auch den Koͤnig Richard ſo ſehr fuͤr ihre Vorſtel⸗ lung einzunehmen, daß er ſogleich in einem Schrei⸗ ben an den Herzog von Lancaſter ihren Rath be⸗ folgte. Die Antwort des Herzogs fiel gaͤnzlich