Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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gen Frankreich, muß ja mein eigenes Herz ſein Liebſtes aufgeben. Fragt den Ritter Oldſon, wie bitter mir das Scheiden aus Paris wurde und wie nichts anders mir Erſatz gewaͤhren kann fuͤr den herben Verluſt, den ich an Marien von Eu erleide. Denn ſchwerlich werden meine Verhält— niſſe mir jemals die Vermaͤhlung mit ihr verſtat⸗ ten. Und in dieſem Augenblicke darf ich mich der franzoͤſiſchen Krone auch nicht im mindeſten ge— neigt erzeigen, weil die ſchriftlichen Unterhandlun⸗ gen wegen Uebergabe von Calais ganz England erbittert haben. Zudem iſt Iſabellens jugendliche Heftigkeit vielleicht Urſache geweſen, daß man bei der Wahl ihrer neuen Dienerinnen zunaͤchſt ſolche beruͤckſichtigte, die den vorgefallenen Veraͤnderun⸗ gen mit Eifer ergeben waren. Es ſoll meine naäͤchſte Sorge ſeyn, ihr paſſendere Frauen fuͤr ihren Dienſt zu verſchaffen. Und ihr, Fraͤulein — fragte nun der Herzog— denkt ihr euch in das Haus eures Vaters zu wenden?

Ach Gott, gnaͤdiger Herr— antwortete Blanca— wenn ich auch noch einen Vater habe, einen innig geliebten Vater, ſo iſt mir doch, leider! kein Vaterhaus mehr geblieben. Seine Wieder⸗ vermaͤhlung, von der ich erſt hoͤrte, als er dem