Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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hieſigen Eigenthume ſich anmaßen ſollte. Sein Hals wuͤrde ſofort dem Strange verfallen ſeyn!

Dieſe Rede ſchien Vielen inzwiſchen Herein⸗ gedrungenen zu misfallen. Auch ſahen ſie mit finſtern Blicken auf den Herzog und die Ehr⸗ furcht, welche er, im fortdauernden Geſpräche mit dem Koͤnige, dieſem bezeigte.

Als nun die Pferde fuͤr die Schloßbewohner insgeſammt zur Abreiſe fertig, und Koͤnig und Herzog eben im Begriff ſtanden, die ihrigen zu beſteigen, da blickte Richard ſich um nach ſeinem Lieblinge, dem Windſpiele, das in ſolchen Fallen ge⸗ wohnlich herausgelaſſen, an ihn freundlich hinauf⸗ zuſpringen und die Vorderlaͤufe auf ſeine Schul⸗ tern zu legen pflegte, diesmal jedoch lief es vor⸗ uͤber an ſeinem Herrn und bewies dieſe Liebkoſung dem Herzoge von Lancaſter.

Was will das Thier? fragte dieſer.

Vetter— antwortete Richard— das iſt eine große Auszeichnung. Auſſer mir darf ſich deren bis heute Niemand ruͤhmen.

Seltſam! ſprach der Herzog. Was aber wi⸗ derfaͤhrt euch, gnädigſter Herr? Euer Geſicht iſt plötzlich zu Schnee erbleicht, und euer Auge zu ſtarrem Glaſe worden!