Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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konnte. Denn mit einem Geſichte, auf dem keine Regung erſchien, auſſer dem Ausdrucke der Noth⸗ wendigkeit ſeines Vorhabens, und dem ruhigſten und feſteſten Tone, ſprach er zu dem vor ſeinem Anblicke ganz bleich gewordenen Koͤnige: Habt ihr ſchon gefruhſtuͤckt?

Noch nicht! antwortete Richard. Doch wo⸗ zu dieſe Frage?

Weil euch eine große Reiſe bevorſteht.

Wohin*.

Nach London— antwortete der Herzog— darum rathe ich euch, das Fruͤhſtuͤck nicht zu ver⸗ ſaumen.

Aber im Innerſten erſchuͤttert, vom Inhalte der Rede ſelbſt, wie von der ganzen Art und Weiſe, ſah der Koͤnig duͤſter vor ſich hin.

Ich habe keinen Hunger und will nicht eſſen! — ſprach er mit finſterm Unmuthe. Doch auf das Zureden ſeiner Umgebung, von welcher der groͤßte Theil des Herzogs Rathe mit vielem Schmeicheln beitrat und bat, daß er ihm doch nachgeben moͤchte, da dieſer Rathgeber, als ein ſo naher Blutsverwandter, gewiß nur ſein Beſtes wolle, entſchloß er ſich endlich doch, Anſtalt zum Fruͤhſtuͤcke machen zu laſſen.