Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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roſenfarbigen Schleifen aufgeſchurzt, hatte Flora durch den vereinten Zauber ihrer Reize und ihres Tanzes des Königs Auge in ein gluͤckliches Ver⸗ geſſen ſeiner Perſon und ſeiner Bedraͤngniſſe ver⸗ ſetzt.

Genug! rief er. Und nun, Ritter Well⸗ moore, laßt ein Fruͤhſtuͤck bereiten, aber nur fur uns drei, damit die gluͤckliche Stimmung keiner Störung unterliege.

Als nun Flora mit ihm allein war, ſprach er weiter: Glaubt ihr wohl, ſchoͤne Frau, daß es weniger meine Schonung war, was euch der fort— dauernden Anſtrengung entzog, als die Furcht vor dem Verrathe, den das eigene Auge an mir be⸗ gehen konnte? In der Trunkenheit, welche die Bewegungen eueres unuͤbertrefflichen Leibes, die kleinen Fuͤßchen, auf denen er doch ſo unbegreiß⸗ lich ſicher einherſchwebt, die vollen Rundungen der Arme, wobei man vor Sehnſucht nach ihrem Drucke vergehen möchte, und vor Allem die uͤppi⸗ gen Lippen und ſuͤßeſten aller Blicke ihm mittheil⸗ ten, war ich ſeiner ſo wenig Meiſter, daß euer Gemahl wohl haͤtte Argwohn ſchoͤpfen koͤnnen.

Gnaͤdigſter Herr— antwortete die Tanze⸗ rin lächelnd— ein einziger ſolcher Blick, von