Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Alles erfuhr ich ſchon durch euer Schweigen und argre mich, daß ich durch dieſe Beſtätigung mir und euch ein Paar ohnehin truͤbe Augenblicke nur noch mehr verfinſtern konnte. Ueberhaupt— fuhr er, ſich zum Scherze gewaltſam emporraffend, fort — uͤberhaupt bin ich ganz wider Willen auf ſo ſchwarze Bilder gerathen. Zerſtreuung wollte ich, Spiel oder Tanz. Ruft eure Frau, daß ſie mein Auge durch die holden Schwingungen ihrer lieb⸗ lichen Geſtalt im Tanze ergotze.

Soll ihr Vater, als Tanzgefährte, zugleich mitkommen?

Nein— antwortete der Koͤnig— mag ſie lieber allein, der ganzen Anmuth ihres Koͤrpers und ihrer Kunſt ſich uͤberlaſſen. Bei allen Bocks⸗ ſpruͤngen, welche euer Schwiegervater der Jugend noch immer recht glucklich nachzumachen weiß, mahnet mich doch das vergelbte faltenreiche Per⸗ gament ſeines Geſichts an die Zeit, wo. die Lei⸗ chenwaͤſcherin uns die letzte Zärtlichkeit erweiſt.

26.

In einem ſchneeweißen, den wundervollen Reiz ihres Koͤrpers im ſtolzeſten Glanze entfal⸗ tenden, einfachen Anzuge, das kurze Roͤckchen mit