93
niebergeſunkene Braut zu Bette gebracht werden muͤſſen. Eine bald nachher angelangte Botſchaft hat der Koͤnigin mit den Ihrigen den Befehl zur Abreiſe nach Langley zum Herzoge von York mit⸗ gebracht. Die Koͤnigin, auſſer ſich uͤber den Zu⸗ fall, welcher ihr Ehrenfraͤulein auf das Lager ge⸗ worfen, dankte nur dem Himmel, daß ſie bald wieder voͤllig zum Bewußtſeyn kam und der Arzt ihre Mitreiſe bei ſo milder Luft ganz unbedenklich fand. Wirklich ward es auch ſchon unterweges immer beſſer und beſſer mit der Kranken.
Als nun in Langley die junge Fuͤrſtin in ſie drang nach der Urſache ihrer Ohnmacht, da ſiel ſie ihr mit dem Geſtaͤndniſſe zu Fuͤßen, daß ſie einzig betaͤubt durch die ihre Liebe ſo ungluͤcklich durchkreuzenden Umſtände und die große Anhaͤng⸗ lichkeit an ihre Gebieterin nachgegeben, und die ganze Ruhe ihrer Zukunft durch dieſe Verbin⸗ dung ihr habe zum Opfer bringen wollen. Allein die Kraft dazu ſey ihr in der Ausfuͤhrung abge⸗ gangen, und der Gedanke an das ſo eben auszu⸗ ſprechende Ja habe ſie plotzlich alles Bewußtſeyns beraubt. Daher beſchwöre ſie die Koͤnigin, ihr ihre Huld nicht zu entziehen, wenn ſie jetzt die Unmoͤglichkeit erklaͤre, jemals einem Andern ihre


