Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Hand zu geben, als demjenigen, der ſo lange ſchon ihr Herz beſaͤße.

Und die junge Koͤnigin, der eigenen Angſt waͤhrend Blanca's Ohnmacht und der bittern Vor⸗ wuͤrfe, die ſie ſich da wegen des Zwanges zu die⸗ ſer Trauung machte, eingedenk, warf ſich in ihre Arme und gelobte ihrem Ehrenfraͤulein, ſich ge⸗ wiß von nun an alles Zuredens in dieſer Sache zu enthalten.

Der offenbare Unglaube an ſolch einen Aus⸗ gang im Geſichte des ganz Verſtummten machte, daß die Dame ſtillſchweigend einen Brief aus ihrem Buſen zog und ihm dieſen uͤberreichte.

Entzuͤcken erfullte ihn ſchon, als er beim er⸗ ſten Blicke darauf die geliebten Schriftzuͤge Blan⸗ cens erkannte. Jebe Zeile, jedes Wort hob ſeinen Geiſt und die Hoffnungen ſeines Herzens hoͤher. Der Brief war an ihren Vater gerichtet und der unwiderlegbarſte Zeuge ihrer fortdauernden Leiden⸗ ſchaft fuͤr ihn.

Edle Frau— ſprach er, als er ihn geleſen, und ſturzte zu ihren Fuͤßen und ergriff ihre Hand — durch Mittheilung dieſes Schreibens ſeyd ihr

der Schutzengel meines Lebens geworden. Nim⸗

mer werde ich ſolches vergeſſen. Und nun ſagt mir, wie ich euch dafuͤr danken ſoll?

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