Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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zenloſe Ueppigkeit verpraßt den Fleiß und die Sor⸗ gen ſeiner Buͤrger. Der unſinnigſte Krieg ſauget eben die letzten Krafte der beklagenswurdigen Ein⸗ wohner aus. Die Geſetze ſchlafen, und aller, nur mit Muͤhe behauptete Reſt von Beſitz der Einzel⸗ nen, wird ungeſtraft die Beute der Raͤuber und Moͤrder. Statt ihres Blutes, fließt das Blut der uͤber ſolchen Graͤuel aufſchreienden Unſchuld durch Henkershand. Theils hingeopfert, theils ausgeſtoßen, werden die Edelſten, auf daß das Maas der Graͤuel ohne alles Hinderniß uͤber⸗ laufe!

Haltet ein, Hochwuͤrdiger! ſprach der Herzog, Eure Schilderung iſt zu ſehr nach dem Leben, als daß ſie mir nicht das Herz brechen ſollte. Und dahin kommt ihr jetzt, mich zu fuͤhren?

Dahin, edler Herzog, ja wohl. Alles hat ſeine Gränzen, doch nicht der Wahnſinn Richards von Bordeaux. Mit Muͤhe und Noth nur ließen die Londoner ſich vertroͤſten bis zu eurer Ruͤckkehr. Das ganze ehrwuͤrdige Staatsgebaͤude, an dem ſo viele eurer hohen Ahnen arbeiteten, an das der große Eduard die letzte Kuͤnſtlerhand legte, treibt die durch Richard aufgeregte Verzweiflung aus den Fugen, und ganz England verdirbt unter ſeinen