Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
Einzelbild herunterladen

38

aber plotzlich vor ihm ſtehen und ſagte, als er in ihm den Erzbiſchof von Canterbury erkannte: Der Herr ſey gelobt, der mir den treueſten ſeiner Die⸗ ner in meiner rathloſen Einſamkeit ſendet. Tau⸗ ſendmal willkommen, Hochwuͤrdiger! Daß eure Botſchaft an mich von Gott kommt, das beweiſ't ſchon der Entſchluß, den euer Pilgerkleid in mir er⸗ weckte, noch bevor ich euch ſah und ahnen konnte, daß mir ſolch' eine Freude beſchieden ſey. Ja, Verehrter, ihr ſollt mein Gefaͤhrte, mein Geleiter werden. Wo waͤre ich des rechten Pfades wohl ſicherer, als an eurer frommen Hand'

Dieſe Bereitwilligkeit, edler Herr erwie⸗ derte der Erzbiſchof, freuet mich um ſo mehr, da ich in der That eure Fuͤhrung beabſichtige.

Noch heute bin ich bereit frohlockte der Herzog. Gott ſey geprieſen, daß ihr, ehrwürdiger Vater, mich aufſuchtet, daß gerade ihr mich wuͤr⸗ digtet, euer Gefaͤhrte zu werden nach dem heiligen Lande. Denn auf dieſes deutet doch wohl das Gewand der Demuth, das ihr anlegtet?

Edler Herr, antwortete der Greis, die in der Daämmerung wie Silber leuchtenden Locken ſchuͤt⸗ telnd das Land, wohin ich euch fuͤhren ſoll, iſt unheilig geworden, wie keines mehr. Eine grän⸗