Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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hofmeiſter und auch das Fräulein die Anſichten des Hauptmanns fur richtig erkannten.

Umſonſt waren jedoch auch die innigſten Bit⸗ ten, welche die Koͤnigin in ihren Briefen an den Gemahl richtete. Bei all' ſeiner wahrhaften Zu⸗ neigung zu ihr, verwies er Iſabellen doch mit einiger Häͤrte, daß ſie von Dingen zu ſprechen ſich unterfangen, uͤber die weder ihre kindlichen Jahre, noch ihr Geſchlecht uberhaupt, ſich ein Ur⸗ theil anmaßen duͤrfe.

12.

Im hochſten Unmuthe uͤber die Verfolgun⸗ gen des Schickſals, welche ihn ſeit einiger Zeit Schlag auf Schlag getroffen, hatte der Herzog Heinrich von Hereford ſich nach einem einſamen Landhauſe in der Naͤhe von Paris zuruͤckgezogen. Was ſollte er auch an einem Hofe, wo ihn Alles ſchmerzlich an die Hinderniſſe erinnerte, welche man ſeiner Liebe in den Weg legte; an einem Hofe, wo alles Freundliche, das ihm noch immer daſelbſt widerfuhr, das Demuͤthigende ſeiner Stel⸗ lung ihn nicht konnte vergeſſen machen.

Aber auch mitten durch die Stille des Land⸗ lebens, durch die anmuthigen Troͤſtungen der rei⸗