Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Mochte indeß die Sache ſich verhalten, wie ſie wollte, ſein Verlangen nach Aufſchluß hob ihn

uͤber die vielen Bedenken dagegen hinweg. Er

eilte wirklich dem Hofraume und der bezeichneten Thuͤre zu. Dort ſtieß er auf eine Treppe, von der aber nur die erſten Stufen durch einen aus dem Hofe hineinfallenden Lichtſchimmer ein wenig Erleuchtung erhielten. Gleichwohl ſtieg er hinauf. Wer ſeyd ihr' fragte der Herzog, als von oben ein Frauenzimmer mit einem ſchwachen Laͤmpchen ihm entgegen kam, das ſich ehrerbietig vor ihm verneigte.

Eure Fuͤhrerin, gnaͤdiger Herr! antwortete die noch ſehr junge Perſon mit leiſer, bebender Stimme. Dabei deutete ſie dem indeß Hinaufge⸗ ſtiegenen auf eine nahe, halb offene Thuͤre.

Er ging hinein und ſie folgte.

Marie! rief der Herzog, und unwillkͤhrlich breiteten ſich ſeine Arme aus nach der Gräfin

von Eu, die ihrer Thränen nicht Meiſterin wer⸗

den konnte.

Verzeihet begann ſie wenn ich einen Weg einſchlug, der großen Tadel verdienen wuͤrde, wäre er nicht mein einziger geweſen, euch zu ſehen. Der Menſch, der euch die ſchriftliche Nachricht gab,