Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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gab, hatte den ſtrengſten Befehl von meinem Va⸗ ter, auch meine Anweſenheit zu verläugnen.

Gott im Himmel, mein Vater ſelbſt! rief ſie jetzt erſchrocken aus, als die Hausglocke den Zu⸗ ruͤckkehrenden ankuͤndigte. Lebt wohl, mein Freund, mein inniggeliebter Freund! dieſe meine Vertraute mag euch das Uebrige ſagen.

Nach dieſen Worten eilte ſie hinweg uͤber den

nach ihrem Zimmer fuͤhrenden Corridor.

Wos iſt vorgefallen? fragte der Herzog, auf das Tiefſte erſchuͤttert.

Etwas, gnaͤdiger Herr, das Niemand ſich zu erklaͤren weiß! antwortete die vertraute Dienerin. Erſt vorhin hat der Herzog von Berry ſeinen Leuten im Beiſeyn der Graͤfin auf das Strengſte geboten, jedem Auslaͤnder, ohne alle Ausnahme, ſey er auch vom hoͤchſten Range, wenn er zur Graͤfin verlange, das zu ſagen, was euch geſagt worden iſt. Meine Gebieterin fuͤhlt ſich um ſo empfindlicher verletzt durch dieſe Anordnung, weil auſſer euch, gnaͤdiger Herr, Niemand des Zutritts zu ihr genießt, auch Monſeigneur die Worte: ohne alle Ausnahme, mit einem Nachdrucke ausſprach, der noch mehr darauf zu deuten ſchien, wen das ſeltſame Verbot hauptſaͤchlich anging.

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