Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Allein aus ihrem Vorgemache trat ein Die⸗ ner, der, auf des Herzogs Frage nach ihr, mit einer Stimme, ſo laut, daß ſie durch das ganze Haus erſcholl, ihre Abweſenheit erklaͤrte, waͤhrend er ihm ein Papier in die Hand ſchob.

Die Ehrfurcht, mit welcher der Diener dem Herzoge genaht war, gehoͤrte dazu, den Unwillen, der ihn uͤber ein ſo hoͤchſt raͤthſelhaftes und die Verhaͤltniſſe verletzendes Benehmen anwandelte, in ſeiner Bruſt zuruͤckzuhalten. Der Diener ver⸗ ſchwand.

Das Papier, womit der Herzog, wegen meh⸗ rerer ihm Begegnender, erſt auf den unterſten Stufen der Treppe zu einem Lichte treten konnte, enthielt folgende Worte:

In der zweiten Thuͤre des Hofraums, rech⸗ ter Hand, werdet Ihr eine Seitentreppe finden, auf der man Euch erwartet.

Dieſer Zettel war faſt noch befremdender, als die Art, wie er dem Herzoge zugeſtellt worden. Die weibliche Handſchrift ließ ſich darin nicht verkennen, aber eben ſo wenig, daß es nicht die ihm wohlbekannten Zuͤge der Graͤfin von Eu wa⸗ ren. Was haͤtte auch dieſe zu ſolch einer aben⸗ teuerlichen Beſtellung veranlaſſen ſollen?