Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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ſonnen daruͤber, wie er den Herzog von ſeinem Wiedervereine mit der Geliebten benachrichtigen und dabei zugleich die Beſorgniß einer Stoͤrung ihrer Verhaͤltniſſe durch dieſes Band zerſtreuen woollte, aber dazu immer nicht die rechte Zeit und die rechten Worte finden koͤnnen. Und nun, nach⸗ dem ihm der Herzog ſeinen Schmerz ausgedruckt hatte, daß es wohl der letzte Rath ſeines Vaters ſeyn möchte, der ihn von dem ſo erwuͤnſchten Feldzuge zuruͤckhielt, zog er ploͤtzlich den Brief hervor und ſprach: Bald haͤtte ich vergeſſen, was euch leicht das Wichtigſte ſeyn koͤnnte. Hierbei faßte er den Ritter dergeſtalt in's Auge, daß die⸗ ſer erbleichend ſein Knie ſenkte und die Blicke zu Boden kehrend, in der Stellung eines uͤberfuͤhrten Suͤnders vor ihm ſtehen blieb, ohne auch nur ein einziges Wort uͤber die Lippe bringen zu koͤnnen. Aber der Herzog ergriff mit Innigkeit ſeine Hand und ſprach: Getroſt, mein Freund! Als wir zuletzt der Sache gedachten, war ich ein anderer Menſch als heute. Nur noch wie ein freundliches Schattenbild ſtand die Liebe mir in der Erinne⸗ rung. Jetzt regt ſich ihre Kraft von Neuem in meinem Herzen und ich fuͤhle mit euch das Schwie⸗ rige, ſich ihrem Zauber zu entziehen. Ohne daß