keczimmer— dorthin, unter ausgeſtopfte Rohr⸗ dommeln und Kranniche, wo jedoch auch ein recht freundlicher Kamin iſt, hat uns der Winter jetzt verſcheucht— nicht vergeblich auf mich warten zu dürfen! Ja, ich werde dich ſehen, werde dich in meinen Armen halten, Alfonſine!— aber wie? wenn ich zu ohnmächtig wäre, dich mir zu erhalten— wenn es das letzte Mahl wäre?
14.
Heute muß ich euch wohl einen längern und tröſtlichern Brief ſchreiben. Ich bin, wie man mir geſagt, großer Gnade gewürdigt worden, und meine Herrn Collegen, die mich bis jetzt kaum kannten, bezeigen mir heuchleriſch ihre wärmſte Theilnahme.
Höre, wie es ging! Die Fürſtinn hat, wie ich nun weiß, davon, daß auf Befehl des Hofmar⸗ ſchalls eins meiner Bilder hinweg genommen wor⸗ den iſt, etwas erfahren. Sie mag, unter uns ge⸗ ſagt, anfänglich wohl etwas, was man hier inde⸗ cent nennt, vermuthet und daher das Ganze über⸗ hört haben; allein man mag denn doch mit einer Art von Geheimnisvollthuerey dabey zu Werke ge⸗ gangen ſeyn, die ſie vom Gegentheil überzeugt und ihre Neugier geſpannt hat. Genug, eines Tags, als der Fürſt abweſend war, erhielt ich eine Ein⸗ ladung, gegen Mittag bey der Fürſtinn zu erſchei⸗


