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Erzählungen von Friedr. Laun, Carl Streckfuß, Gustav Schilling und Friedr. Kind
Entstehung
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mahl beſuche, daß aber dieſer gewöhnlich des Nach⸗ mittags zu dem benachbarten Pfarrer ſpatzieret; daß im Herbſte o ſeht nur ſelbſt, ob er nicht der allerfreundlichſte Zeitgott iſt! die Abende gerade weder zu kalt, noch zu hell ſind, und daß eine Aus⸗ geberinn, die einen jungen, hübſchen, gegen ſie recht höflichen Herrn, der ſie oftmöglichſt Frau Magiſte⸗ rinn tiRirt, doch unmöglich in den Tod hinein haſ⸗ ſen kann, in einer ſo weitläufigen Wirthſchaft wahr⸗ haftig mehr zu thun findet, als alle Schritte und Tritte ihrer Mamſell zu bewachen.

Ja, lieben Kinder, nicht bloß ein arkadiſches, nein! ein wahres olympiſches Leben habe ich bis jetzt geführt o warum kann es nicht auch die Cwigkeit der Olympier hindurch dauern? warum ſagt mir die kalte Vernunft, daß ich endlich ein mahl in die Hauptſtadt zurück muß?

Könnt' ich euch nur begreiflich machen, wie ein Elyſium der verfallene Kloſtergarten für mich geworden iſt! Könntet ihr mich belauſchen, wie ich jeden Nachmittag an meinem Fenſter auf die Däm⸗ merung harre und den Gang der Sonne gar nicht richtig finde ſelbſt meine Frau Förſterinn ſcheint etwas zu merken! wie ich dann, wenn es end⸗

lich zu düſtern beginnt, durch die Buchenwände ſchleiche und nicht ſelten in den trocknenden Tiſchtü⸗ chern, in den ſteinernen Diana's und Flora's, die der Zahn dergeit noch halb und halb verſchont hat, das weiße Gewand meiner Alfonſine zu erblicken glaube!