251 wollen Sie noch, lieber Buldberg 2*— lispelte ſie leiſe mit der ſchönſten Verwirrung.
„Alfonſine! Sie wiſſen es längſt“— erwiederte ich—„Ihr Herz! Ihre Liebe! oder wäre beydes ſchon mein 2*
Ihr Blick— die Wärme ihres Athems— ihr Losreißenwollen und nicht können— ihre Un ſchlüſſigkeit— ihr runder blendender Arm, der im Umſchlingen mit der Größe des gar zu habſüchtigen Scharlachs in Streit gerieth— der Kuß ihres Ro⸗ ſenmundes— meine Küſſe vom Zwielicht und ſelbſt von der Unbehülflichkeit des Umwurfs begünſtigt— und dann das: Ewin! ewig
ent⸗
das vereint von un⸗ ſern Lippen flog— könnt ihr noch zweifeln, daß
Alfonſine mein, daß euer Bruder unausſprechlich glücklich iſt?
9.
Es ſind nun beynahe drey Wochen, ſeit dem ich euch das ketzte Mahl ſchrieb, und doch ſcheinen es mir kaum ſo viel Tage. Wahrlich, der Zeit und dem Amor— beiden ſollte man, wie Schmetterlingen, die Flügel ausrupfen!
Die ſeligen Augenblicke, deren ich während die⸗ ſer kurzen Vergangenheit genoß, kann ich euch we⸗ der aufzählen, noch ſchildern. Nur ſo viel ſollt ihr hievon erfahren, daß ich etwa von vier zu vier Ta⸗ gen den alten Braun bey guter früher Zeit ein⸗


