2 3 nach dem Vogelherde zuſammen traf. Gott! wie reitzend trat ſie in dem großen weißen Tuche, das ſie wegen des Morgennebels um ſich geworfen hatte, durch die Birken daher! wie nett ſchlugen ſich die feuchten Falten um ihre Arme, um den ganzen zart⸗ gebildeten Körper! wie lieblich ſchaute ihr Geſicht aus der Nonnenhülle hervor!
Sie ſchien über mein Hierſeyn ein wenig ver⸗ wundert, ich über das ihrige; ſie machte einen Scherz daraus, ich auch; ſie gleitete auf dem etwas ſchlüpfrigen Waldwege über eine Wurzel, ich be⸗ mächtigte mich ihrer Hand und ließ ſie mir auch⸗ nach längſt überſtandener Gefahr nicht wieder ent⸗ ziehen.
„Ich habe nun auch Ihre Aſtern gemahlt?— fing ich, ſo leicht, als es mir nur gelingen wollte, zu ihr an und drückte zugleich das liebe Irmchen etwas näher an mich.—„Darf ich ſie Ihnen zeigen 2“
Sie war etwas betroffen.„Ach ja!— ant⸗ wortete ſie recht ſanft, indeß der feinſte Zinnober ihre Wangen überzog. Ich griff nach meinem Ta⸗ ſchenbuche, ſch'ug das Papier um das Miniaturbild zurück und— wahrlich, jetzt feyerte auch ich ein⸗ mahl einen Triumph meiner Liebe zur Kunſt!
„O das iſt ſchön; fein, zart und ſchön!“— ſtammelte Alfonſine verlegen—„nur zu ſchön, wenn—— Rein! ich will mich nicht verſtellen, ich müßte ſte durch eine Frage um die Deutung be⸗
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