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Erzählungen von Friedr. Laun, Carl Streckfuß, Gustav Schilling und Friedr. Kind
Entstehung
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241 Blättchens iſt zum Grück für mich recht dazu geeig⸗ met, es in meine Brieftaſche aufnehmen zu können.

Oft wenn ich jetzt ſpatzieren gehe und mit meiner Mappe bald auf einen Berg, bald unter einer al⸗ ten Eiche weile, wird das Taſchenbuch vorgenom⸗ men, und ich freue mich dann doch, daß ich noch 65 viel kann, als ich kann!

Doch glaubt nur nicht, daß ich euch das alles ſo ſchreibe, um bloß recht offenherzig zu beichten; wäre mein ländliches Abenteuer nicht durch das Gemählde wenigſtens um einen Schritt vorgerückt, ich hätte das Geſtändniß meiner Schwäche Vihr es ſo zu nenn

halten!

Daß in einem Birkenbüſchchen unfern meiner Herberge ein Vogelherd angerichtet iſt, hab⸗ ich euch, wenn ich nicht irre, ſchon gemeldet. Jetzt aber muß ich nachhohlen, was ich freylich ſelbſt erſt ſpäter erfuhr, daß der Herr Kloſtervogt vom Vo⸗ gelſtellen ein ſtarker Liebhaber iſt, und daß ich dieſe Liebhaberey für eine treffliche Gelegenheit anſah, nicht bloß an ihn, ſondern, wenn anders die Göt⸗ ker mir günſtig wären, wohl auch wieder an ſeine Kloſternonne zu gelangen.

Ich ließ mir, um dieſen Zweck zu erreichen, nicht die Mühe dauern, den ganzen Bechſtein, den ich bey meinem Wirthe, dem Förſter, ausge⸗ ſpürt hatte, durchzuſtudieren und auf dieſe Weiſe mit dürftiger Vogelkenntniß und einigen Kunſtaus⸗

Unterh. Bibl. 3. Jahrg. 1. B. L

wenn en beliebt wohl für mich be⸗