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Erzählungen von Friedr. Laun, Carl Streckfuß, Gustav Schilling und Friedr. Kind
Entstehung
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240 ein Ausbund von einem allerliebſten Kinde ſey! übrigens ſtehe der alte Braun bey dem Fürſten ſehr wohl angeſchrieben; die Fürſtinn ſey Pathe von ſeiner Tochter und wolle dieſe auch ausſtatten, weßhalb denn freylich ſchon viele Freyer mit einer langen Naſe wieder abgezogen wären!

5 Wenn meine ehemahligen Lehrmeiſter Rocht ha⸗

ben, ſo wird wohl aus meiner Kunſt im ganzen Le⸗ ben wenig werden, weil ich alles, noch dazu bald

mit Farben, bald mit Worten mahlen will, wozu*

mich das Herz treibt und daher nie auf ein einzel⸗ nes Fach ungetheilten Fleiß wenden kann. Seit ei⸗ nigen Tagen beſchäftige ich mich nun wieder, ſtatt mit Baumſchlag und Fernen, weßhalb ich eigentlich hieher kam, mit Miniatur und habe aus meiner Phantaſie Alfonſinen ſo heißt die ſchöne Blonde im Kloſter leidlich genug getroffen. Das ſeelenvolle Köpfchen und der ſchlanke Oberleib beugt ſich, wie damahls, da ſie nach den Aſtern aufblickte, aus dem Spitzbogen der Altane, wie aus einer Bil⸗ derblende, hervor; die hohe, offene Stirn mit den ſeitwärts von den Wangen zurückfallenden Locken und der farbige Sternenkranz, der, von ihr leicht gehalten, in den Lüften zu ſchweben ſcheint, gibt

dem Bildchen etwas recht Bedeutendes, Andächti⸗ ges, möchte ich ſagen, und der kleine Umfang des