34 mehreren der Seinigen in dem Wirihshanſe eines benachbarten Ortes mit einem Mantel, deſſen Kra⸗ gen, der allgemeinen Mode entgegen, ringsum aus⸗ gezackt war. Kleinau, welcher ſich ebenfalls an die⸗ ſem Orte befand, ſchlug ein ſchallendes Gelächter über ihn auf. Er ſprach von Narrheit und derglei chen ſo laut, daß die Gegner es hören konnten. 9 8 ſchien es abſichtlich nicht bemerken zu wollen, konn⸗ te aber doch, als er ging, ſich nicht enthalten, ei⸗ nen drohenden Blick bey Kleinau zurückzulaſſen. Das Lachen, worein dieſer hierauf ausbrach, ver⸗ fehlte indeſſen ſeine Abſicht. Ohne ſich auch nur darnach umzuſehen ging Nügen mit ſeinen Freunden hinweg.*
„Damit war aber die Sache nicht zu Ende. Kleinan machte ein Paar Spottverſe auf den Mantel nach der Melodie eines bekannten Gaſſenhauers. Er verabredete mit einem Leyermanne, daß dieſer das Spottgedicht Abends an einem öffentlichen Orte ab⸗ ſingen ſollte, der dem Grafen und den Seinigen zum gewöhnlichen Aufenthalte diente.“
»Die Geſchichte nahm auch gerade den Gang welchen Kleinau davon erwartet hatte. Der Leyer⸗* mann wurde um den Anſteller befragt. Sich vor ei⸗ ner Menge aufgehobener Stöcke zu retten, muß er alles entdecken, was ihm übrigens auch gar; verbothen worden war. Hierauf kam es denn des Grafen Seite zur Ausforderung, die, in derer ſten Hitze abgefaßt, manches beleidigende Wor


