28 Reiſe bis zu der Zeit zu verſchieben, wo ich ſelbſt wie⸗ der in B. ſeyn würde.
Um die Heilung meines neuen Freundes beym rechten Ende anzufangen, lag mir alles daran, erſt eine Einleitung zu treffen. Leider aber entdeckte ich gar bold, daß der eigentliche Stoff zu dieſer in Z. nicht autzufinden war Denn die Baroneſſe wußt⸗ von dem frühern Leben ihres Gatten wenig mehr als ich. Nicht lange vor der Vermählung war ſie erſt mit ihm bekannt worden, und das Wenige, was ſie mir von ſeiner Vergangenheit ſagen konnte, nicht geeignet, mir auch nur den geringſten Aufſchluß zu verſchaffen. 8
Von einem Vertrauten der früherén Jahre ih⸗ res Gatten, einem Doctor Sinzer, der auf der Akademie S. gelebt hatte, wußte ſie zwar, aber ſie hatte in der letzten Zeit auf zwey Briefe an ihn keine Antwort erhalten, ſo daß ſie in der Mei⸗ nung ſtand, auch er müſſe ſeinen Aufenthalt verän⸗ dert haben.
Er konnte indeſſen vielleicht nur von S. verreist geweſen und nun wieder zurück ſeyn. Dieſe, obſchon ſehr ungewiſſe Hoffnung bewog mich auch, meine Rückreiſe über die erwähnte Akademiezu neh⸗ men, da der Umweg nicht mehr als einige Meilen betrug.
In der Wohnung des Doctors Sinzer zu S hoörte ich, daß meine Vermuthung einer Reiſe die richtige geweſen war. Nur war er von ſel⸗


