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Erzählungen von Friedr. Laun, Carl Streckfuß, Gustav Schilling und Friedr. Kind
Entstehung
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32 chen ſchien, deſſen ſolche Jugend und ſolche Reitze überhoben ſeyn ſollten. Erſt ſeit wenigen Stunden wußte ſie von dem Aufenthalte des Gatten durch ihren Vater, der ihn ausgeforſcht und ſein Gutver⸗ laſſen hatte, um nach B.... zu reiſen und den Baron zur Rede zu ſtellen. Von der Urſache ſeines ſo allgemein gemißbilligten Verſchwindens aber war ihr noch immer nicht das geringſte bekannt. Sie wußte nur ſo viel, daß er eines Abends, wie auf Antrieb eines böſen Geiſtes, plötzlich von ihrer Sei⸗ te geſprungen, und den Morgen darauf nicht mehr zu finden geweſen war. Bis nach S warer gekommen, hatte auch von dort aus für ihren an⸗ ſtändigen Unterhalt geſorgt, aber dann ſeine Wei⸗ kerreiſe gänzlich verborgen zu halten gewußt. Die Freunde der Baroninn hatten dieſe zwar veranlaſſen wollen, ihn durch öffentliche Blätter zur Erklärung des ſo unerhörten Benehmens aufzufordern; jedoch die Verlaſſene war aus Delicateſſe dagegen und bloß für eine behutſame Erkundigung durch ihren Vater geneigt geweſen. Nach meinen, zugleich tröſtlichen und niederſchla⸗ genden Berichten, glaubte ſie ſich zur Pflegerinn ihres kranken Gatten berufen, und dachte ohne Ver⸗ zug zu ihm zu reiſen. Ihr Vater ſelbſt billigte den⸗ Gedanken und wollte ſie begleiten. Es gehörten ſehr kräftige Gegenvorſtellungen von meiner Seite dazu, ihnen die Sache auszureden, oder doch wenigſtens die