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ſo daß ich nun auch die Bitte an ihn wagte, mei⸗ uem Onkel ebenfalls ſeine Bekanntſchaft zu ſchenken.
Unter dieſen Umſtänden glaubte ich ſchon eini⸗ ges gewonnen zu haben, da er mir die Gewährung meiner Bitte zuſagte.
Nachdem ich meinem Oheim vorläuſig nur ge⸗ fagt hatte, daß gewiß nicht überdruß oder derglei⸗ chen die Urſache ſey, warum der Baron ſeine Ge⸗ mahlinn verlaſſen, ſo führte ich dieſen eines Abends bey ihm ein.
Wie freuete es mich, den guten Alten am fol⸗ genden Tage völlig zu meiner Meinung herüberge⸗ bracht zu ſehen, daß nähmlich der neue Bekannte gewiß kein eigentlicher Böſewicht, vielmehr ver⸗ muthlich durch unglückliche Umſtände, in ein ſo tie⸗ fes Elend verflochten ſey, und daß es Pflicht werde, alles aufzubierhen, einen ſo herzvollen und geiſtrei⸗ cen Menſchen von dem Verderben zu retten, an deſſen äußerſtem Rande er ſchwankte.
Ich nährte noch einige Hoffnung dazu. Seine Gottiun kannte vielleicht ſein früheres Leben, in
deſſen Geſchichte, nach des Onkels und meiner Mei⸗
nung, die deſſen Aufſchlüſſe über ſein jetziges Un⸗ glück unſtreitig zu ſuchen waren. Ein Geiſterbanner ſchien mir, der ich an Geiſtererſcheinungen keinen
Glauben hatte, ganz überflüſſig.
unterh. Bibl. 3. Jahrg. 1. B. B


