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Erzählungen von Friedr. Laun, Carl Streckfuß, Gustav Schilling und Friedr. Kind
Entstehung
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glaubte, aus Furcht, wie es mir vorkam. Und ge⸗ rade dieſe Furcht gab mir noch einige Hoffnung auf ſeine künftige Herſtellung, in ihr meinte ich einen Widerſpruch ſeines jungen kräftigen Lebens gegen den Wunſch der Vernichtung zu finden, und glaubte, daß eben von der Kraft dieſes Lebens aus, Mlſam auf ihn zu wirken ſeyn könnte. Die Lage des jungen Mannes war zu entſetzr lich, als daß ich ſeiner Bitte, ihn in ein Weinhaus begleiten, nicht hätte nachgeben ſollen. Doch meine Hoffnung, dabey vielleicht der Veranlaſſung zu ſeinem Unglücke auf die Spur zu kommen, blieb gänzlich unerfüllt, und je lebhaftern Antheil ich an ſeinem ſo ſeltſamen Mißgeſchicke nahm, je mehrich wünſchte, den Armen in eine beſſere und würdigere age verſetzt zu ſehen, deſto mehr bedauerte ich, den höchſten Grad ſeines Vertrauens, der hier allein ganz ausreichen konnte, durch meinen voreiligen BGang zum Polizeydirector verſcherzt zu haben.

Es war abermahls ſchon heller Tag, als ich us ſeiner Geſellſchaft in meine Wohnung kam. Ey, ey,' ſagte mein Onkel, in deſſen Hauſe

ich lebte, und der mir zufällig auf dem Flur begeg⸗ nete,ſo Pät oder vielmehr ſo früh nach Hauſe?

Ja, erwiederte ich, nicht ohne Verdruß,man

ann ſich bisweilen ſchwer losmachen.

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