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Erzählungen von Friedr. Laun, Carl Streckfuß, Gustav Schilling und Friedr. Kind
Entstehung
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hoffte einigen Aufſchluß darüber zu erhalten Als aber keine Antwort auf dieſe Frage erfolgte, ſo that ich die beſtimmtere: wie und bey welcher Ge⸗ legenheit er zu dem Schatten gekommen ſey2

Wie ich dazu gekommen bin, das verlohnt ſich kaum der Mühe zu erzählen, da mir doch nie⸗ mand mit Erfolg ſagen wird, wie ich davon komme.

Vielleicht, erwiederte ich,hängt beydes genauer zufammen, als Sie glauben. Haben Sie noch mit keinem Arzte darüber geſprochen*

Still, ſtill mit Rathſchſägen, die alle darauf deuten, daß der Fehler in meiner Einbildungskraft liegen möchte. Ich weiß das beſſer und bitte, davon

ganz abzubrechen.

Die Hitze, mit der er dieſes ausſprach, geboth mir, ſeinem Wunſche für dieß Prayt nachzugeven⸗

Bey unſerer Rückkehr in die Stadt, kehrte auch nahe vor einer Kirche ſeine Viſion ziemlich in der vorigen Weiſe zurück. Schon wieder hob er den Dolch in die Höhe; doch überredete ich ihn leicht und durch Wiederhohlung ſeiner eigenen Uußerung, daß ein ſolches Beginnen ganz zwecklos ſey. So viel merkte ich wohl, er wollte mit dieſem Dolchwerfen

die Rache des Verhüllten auffordern, von der er ein Ende ſeines unleidlichen Zuſtandes erwartete. Ob⸗ ſchon er aber damit ganz unfehlbar dieſe Abſicht verband, ſo weigerte er ſich doch, mich bis zu dem Orte zu begleiten, wo er die Erſcheinung zu ſehen