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Erzählungen von Friedr. Laun, Carl Streckfuß, Gustav Schilling und Friedr. Kind
Entstehung
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19 aller Aufmerkſamkeit das mindeſte Ungewöhn⸗ liche wahrgenommen.

Aber der Geiſterſeher ſagte:Das konnte ich mir wohl vorſtellen. An ſich iſt es gewiß ein guter Schatten und nur gegen mich feindlich geſinnt. Doch laſſen Sie uns urnkehren. Hier iſt weiter kein Heil für mich zu erwarten. So freundlich auch die

Natur um uns her iſt, mir kann ſie nicht helfen, und Sie ſehen, mein Freund, daß ich in der That nirgends, als unter wildem Taumel eine Nacht er⸗ träglich zubringen kann.

Es ſchauerte mich dergeſtalt, ein ſo junges, reiches Leben ſo nahe am Abgrunde zu ſehen, daß ich erſt nach einiger Erhohlung mich zu der Frage faſſen konnte, was der Unglückliche eigentlich ge⸗ ſehen, und welche Geſtalt der Schatten gehabt habe.

Die Geſtalt, die mich überall verfolgt, wo ich ſtille Freuden aufſuche, iſt ein Mann, von dem nichts ſichtbar iſt, als ein wunderlich geſchnittener Man⸗ tel und ein Paar Augen, die mir das Vet aus⸗ zuglühen drohen.

Mein Gott, rief ich,wie kommen Sie nurzu einer ſo unſeligen Viſion 2

Nicht Viſion, wenn Sie darunter bloß ein fal⸗ ſches Bild, von der eigenen Phantaſie erſchaffen, verſtehen. Der Schatten iſt leider allzu wirklich. Nur gilt er mir und keinem Andern, und kann, der Natur der Sache nach, keinem Andern gelten.

Der Natur der Sache nach? fragte ich, und