mehr angehört. Was will ich, Abſcheulicher, gegen den Schatten, den ich gerade ſo gränzenlos lieben ſollte, als ich ihn fliehen und haſſen muß?—
Dabey ſank der arme junge Mann erſchöpft in meine Arme, und barg ſeine Augen vor der Er⸗ ſcheinung in den Bäumen.
„Iſt er fort?“ fragte er endlich leiſe.
„überzeugen Sie ſich ſelbſt davon ſ' antworte⸗ te ich.
Doch kaum, daß er aufgeſehen hatte, ſo ließ er die Augen wieder in ſeine flache Hand ſinken.„O Gott, Gott,“ rief er aus,„warum haben Sie mir das gethan2*
„Sehen Sie denn die Erſcheinung noch immer?“
„Freylich, ſie ſteht ja unverrückt an der vorigen Stelle.“
»So muß ich mich doch näher davon überzeu⸗ gen,“ ſagte ich, und ging nach den Bäumen, um den Dolch zurückzuhohlen. So wenig ich auch im Gan⸗ zen an Geſpenſter und dergleichen glaubte, ſo ge⸗ ſtehe ich doch gern, daß es unter den heftigſten Schlägen meines Herzens geſchah.
Der Dolch leuchtete mir ſchon von weitem ent⸗ gegen. Ich hob ihn auf und brachte ihn dem Eigen⸗ thümer zurück.
„überzeugen Sie ſich,“ ſagte ich zu dieſem, daß
——
———
bloß Ihre Phantaſie Sie irre geführt hat. Ich habe
den Dolch unter den Bäumen aufgehoben und bey
*


