und ſuchte ihn burch das vorgehaltene Taſchentuch we⸗ nigſtens den übrigen zu entziehen.
Die Nachricht machte große Senſation, beſon⸗ ders auf die Damen, welche, bey ſichtbarem Mit⸗ leiden mit dem ſchönen Manne, vielleicht der Vor⸗ wurf quälte, daß ein Unwürdiger ihnen, durch ſein bloßes Erſcheinen, ein ſo ſtarkes Intereſſe abgewon⸗ nen habe. Was des Barons Verbrechen war, darüber äußerte ſich der Erzähler nicht, doch verſicherte er mit geheimnißvollem Achſelzucken, daß er ſchwerlich mit dem Leben davon kommen werde.
Der größte Theil der Anweſenden ließ nun⸗ mehr ſeinem Urtheile über den Verhafteten die Zü⸗ gel. Die meiſten hatten ihm Bosheit und Tücke an⸗ geſehen und alle ſchätzten ſich glücklich, nicht mit dem Manne in irgend ein Verhältniß gerathen zu ſeyn, welches nunmehr vielleicht ihren Ruf gonz unſchuldig verletzen könnte.
Letzteres war mir ein Stich in das Herz. Der Wirth vom Balle und deſſen Leute wußten, daß ich mit dem Baron bis zum hellen Tage allein geſeſſen hatte. Bey mir war er noch in der Nacht ſeiner Ver⸗ haftung mehrere Stunden geweſen. Inmeinem Zim⸗
mer war ſogar das Werkzeug zum Vorſchein gekom⸗ 6 men, das auf ein höchſt unerlaubtes Handwerk konn⸗ 5
te ſchließen laſſen!
Bey der Unruhe, die mir dieß alles verurſachte, glaubte ich nichts Beſſeres thun zu können, als auf der Stelle zum Polizeydirector, der mich kannte,
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