3 mir gewiß, daß ein großes Unglück in dieſes friſche Leben verflochten war.
Bis gegen Iternacht verweilte er auf meinem Zimmer.
Kurz vor dem Weggehen riß er mit dem Taſchen⸗ tuche etwas heraus. Ich bückte mich darnach und entdeckte zu meinem Erſtaunen einen Dolch.
„Wozu,“ rief ich,„ein ſolches Gewehr in einem Lande, wo nächtliche Anfälle auf der 5 kaum erhört ſind 2
„Die Nacht iſt keines Menſchen Freund,“antwor⸗ tete er.„Nicht jeder kann die Wahrheit des Sprich⸗ wortes ſo tief fühlen, wie ich; daher werde ich mich auch von heute an gegen ihre Anfeindungen bewaff⸗ nen, ſo gut es gehen mag.“
Sein Auge funkelte dazu, als ob letztere ſchon wirklich Statt fänden.
»Haben Sie keinen Mantel bey ſich“ fragte ich, als er jetzt ſeinen Hut ergriff.
„Wie kommen Sie zu der Frage? verſetzte er mit dem Auge des Erſtaunens und Mißtrauens.
„Sie ſcheint mir doch,»antwortete ich,„ganz in der Drdnung, da das Thermometer ſchon vorhin ſechs⸗ zehn Grad Kälte anzeigte.“
„Ich bin mit einem Oberrocke verſehen⸗ Män⸗
tel trage ich nie*
Das letzte ſtieß er ſo ſonderbar heraus, doßes
mich allerdings befremden mußte. Doch verwiſchte ſich bald darauf durch ſeinen recht herzlichen Abſchied


